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Chronologie: Vom Versprechen zum Betrug – Fintery Ltd & David Rehnström Timeline

Vollständige Zeitachse mit Dokumentation aller relevanten Ereignisse und Daten

Übersicht

Der Fintery-Betrugsfall ist ein dreiphasiger Prozess: Vertrauensgewinnung (Januar–Februar 2025), Zahlung und Funktionsabbruch (März–April 2025), und rechtliche Konsequenzen (Juli 2025–2026). Diese Chronologie dokumentiert jeden kritischen Moment.

Januar 2025

Erste Kontaktaufnahme via WhatsApp

David Rehnström nimmt Kontakt mit dem späteren Opfer auf. Er präsentiert sich als etablierter Unternehmer und Entrepreneur in Residence bei UNYTED. Die Kommunikation verläuft über WhatsApp und zeichnet sich durch vertrauliche, persönliche Ton aus. Rehnström deutet auf "exklusive Investitionsmöglichkeiten" hin und verspricht, ein spezialisiertes Team aufzubauen.

Februar 2025

Vorstellung Florian Krüger als DEXPO CEO

Rehnström präsentiert Florian Krüger als Chief Executive Officer von DEXPO.Space / Fintery Ltd. Ein YouTube-Interview wird gezeigt, in dem Krüger die Tokenisierungsplattform DEXPO.Space und das DXPO Token-Produkt erläutert. Dieses Video soll als Validierungsmittel und Vertrauensnachweis dienen.

Ankündigung dediziertes Team

Rehnström verspricht die Zusammenstellung eines dedizierten Teams aus Fintech-Spezialisten, die dem Investor exklusiv zur Verfügung stehen. Die Zusammenstellung wird immer wieder auf später verschoben.

19. März 2025

Zahlung von €215.400

Nach Druck auf Rehnström wird die Zahlung überwiesen. Die Überweisung erfolgt an Fintery Ltd / UNYTED Ltd in Großbritannien. Der Betrag entspricht exakt dem vereinbarten Investitionsvolumen. Nach der Zahlung soll das dedizierte Team innerhalb weniger Tage aktiv werden.

25. April 2025

Slack-Kanal ist leer – Team nicht erreichbar

Über eine Woche nach der Zahlung überprüft der Investor den Slack-Workspace. Der Kanal ist menschenleer. Angebliche Team-Mitglieder sind nicht erreichbar. Rehnström antwortet nicht auf Nachrichten. Dies ist der erste klare Hinweis auf einen Betrug.

30. April 2025

Aufklärung durch Dritte

Der Investor sucht unabhängig nach Informationen über Rehnström und DEXPO.Space. Ein Dritter warnt vor dem Betrugsschema und berichtet von ähnlichen Fällen. Dies ist ein entscheidender Moment: Der Investor erkennt, dass das Geschäftsmodell nicht legitim ist.

Juni 2025 (zeitlich vor dem 10.06.)

Konfrontation und Zoom-Telefonat

Der Investor konfrontiert Rehnström in einem Zoom-Call mit den Vorwürfen. Rehnström reagiert mit Schuldabweisung und dem flüchtig gesprochenen Satz: "Mach, was du willst" – ein Indiz für seine Resignation oder sein Desinteresse am Opfer. Das Gespräch macht klar, dass eine Rückforderung ausgeschlossen ist.

10. Juni 2025

Beweisvernichtung: YouTube-Kanal-Löschung

Der YouTube-Kanal mit dem Interview Florian Krügers wird gelöscht. Dies könnte gemäß §274 StGB (Beweismittel im Strafverfahren) eine Beweisvereitelung darstellen. Die Löschung erfolgt kurz nach oder in Vorbereitung auf die rechtliche Verfolgung.

DEXPO.Space Impressum-Änderung

Das Impressum von DEXPO.Space wird angepasst. Die Angaben zu Florian Krüger als CEO und Fintery Ltd als Betreiber werden entfernt oder geändert.

Juli 2025

Strafanzeige bei Staatsanwaltschaft Hamburg

Der Investor erstattet Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen David Rehnström und Florian Krüger. Die Vorwürfe lauten auf:

  • Betrug (§263 StGB): Irreführung und Geldentwendung
  • Gewerbsmäßiger/bandenmäßiger Betrug (§263 Abs. 5 StGB): Wenn nachgewiesen, stellt dies ein Verbrechen dar (Strafe: 1–10 Jahre Freiheitsstrafe)
  • Beweisvereitelung (§274 StGB): Aufgrund der YouTube-Kanal-Löschung
H2 2025 / Q1 2026

High Court London – Zivilrechtliche Klage

Parallel zur deutschen Strafanzeige wird eine zivilrechtliche Klage vor dem High Court London eingereicht. Die Klage lautet: Canvena v Fintery Ltd und fordert die Rückzahlung von €215.400 mit Zinsen.

2026

Weitere rechtliche Maßnahmen

UK Criminal Complaint: Einreichung einer Criminal Complaint bei Action Fraud / City of London Police gegen Fintery Ltd und Florian Krüger.

BaFin-Meldung: Der UNYT Token wird der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemeldet als möglicherweise nicht zugelassenes Wertpapier, das ohne erforderliche Genehmigung angeboten wurde.

Diese Dokumentation: Aufstellung der Chronologie und Veröffentlichung auf rehnstroem.com zur Warnung und Dokumentation.

Zentrale Erkenntnisse: Der Betrug folgt einem klassischen Muster: Vertrauensaufbau durch einen etablierten Unternehmer (Rehnström), Validation durch einen zweiten "CEO" (Krüger), Zahlungserzwingung durch Druck und Versprechungen, dann Abbruch und Beweisvernichtung. Die zeitliche Abfolge zeigt, dass beide Akteure koordiniert vorgingen.

Strafrechtliche Qualifikation

Basierend auf dieser Chronologie lässt sich folgende strafrechtliche Bewertung vornehmen: