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Was passiert, wenn man jemandem vertraut – und dieses Vertrauen systematisch ausgenutzt wird?
Am 19. März 2025 überwies ████████ LTD €215.400 an Fintery Ltd – für ein Tokenisierungsprojekt, das von einem angeblichen Team aus 30–35 Experten umgesetzt werden sollte. Wenige Wochen später war der Slack-Arbeitskanal leer. Kein einziger Mitarbeiter war je aktiv. Keine einzige Leistung wurde erbracht. Was blieb, waren WhatsApp-Nachrichten voller Versprechen – und ein leeres Bankkonto.
Dieser Bericht dokumentiert, was genau geschah. Mit exakten Zitaten. Mit Datumsangaben. Mit Beweisen, die der Staatsanwaltschaft Hamburg und dem High Court of Justice in London vorliegen.
„von diesen jungs kriegen wir 100"
David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025 – gemeint sind 100 Millionen Euro, am Tag der Überweisung von €215.400
I. Zusammenfassung des Sachverhalts
Zwischen Oktober 2024 und März 2025 wurde die ████████ LTD, ein zypriotisches Unternehmen unter der Leitung von M.H., von den Beschuldigten David Rehnström und Florian Ben Johannes Krüger systematisch dazu gebracht, €215.400 für angebliche Tokenisierungsdienstleistungen zu überweisen.
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, dabei eine Reihe von Täuschungshandlungen begangen zu haben: Krüger wurde als CEO der Plattform DEXPO.Space dargestellt, obwohl er nach eigenen späteren Angaben nichts mit DEXPO.Space zu tun gehabt haben will. Ein Team von 30–35 Experten wurde behauptet – tatsächlich war der Slack-Arbeitskanal ab Projektstart leer. Eine Fusion mit der Schweizer Onchain Technologies AG wurde suggeriert, deren Vertreter Florian Ehrbar später bestätigte, davon nichts gewusst zu haben. Bis heute wurde keine der versprochenen Leistungen erbracht – und trotz mehrfacher Anfragen der geschädigten Partei zu keinem Zeitpunkt ein Vergleich, eine Teilleistung oder ein Kompromiss angeboten.
Eine spätere investigative Analyse des UNYT Tokens von Krügers UNYTED LIMITED offenbarte erhebliche regulatorische Defizite und ein mögliches Motiv für die Handlungen: Der Token weist auf der Blockchain 0 Transfers und nur 1 Holder auf, die FCA-Registrierung fehlt, und Beschwerden bei BaFin, FCA, FMA und ESMA wurden eingereicht. Die geschädigte Partei hält es für möglich, dass die €215.400 zur Deckung dringender Probleme in der UNYTED-Gruppe verwendet wurden (→ Motiv-Analyse).
(DE + UK)
II. In ihren eigenen Worten
Die folgenden Zitate stammen aus gesicherten WhatsApp-Nachrichten, einem aufgezeichneten Zoom-Telefonat und einem auf YouTube veröffentlichten Interview. Sämtliche Originale liegen den zuständigen Behörden vor.
Die Versprechen – vor der Zahlung
„Baykal der business developer bei Dexpo ist interessiert an dein Projekt. Wann können wir uns zwecks Termin abstimmen?" David Rehnström, WhatsApp, 09.12.2024 – der erste Kontakt zu DEXPO.Space
„Habe mit dem ceo von Dexpo gesprochen und ein paar neue Erkenntnisse gewonnen die ich gerne mit dir teilen will" David Rehnström, WhatsApp, 23.01.2025 – Krüger wird als CEO von DEXPO.Space bezeichnet
„Baykal ist sehr angetan von dir, redet mit florian über dich in höchsten Tönen. Er will dich langfristig dabei haben." David Rehnström, WhatsApp, 25.01.2025 – die Schmeichelei als Werkzeug
„Habe übrigens beim fortschrittsupdate mit dem ceo von dexpo über dein projekt mit Andrew gesprochen und er hat seeeehr viele kontakte in dem Segment" David Rehnström, WhatsApp, 19.02.2025 – die Illusion einer funktionierenden Organisation
Die Versprechen – am Tag der Zahlung
„florian hat gestaffelte Zahlungen vorgeschlagen damit keine zu grosse Hürden von seiner Bank aufgestellt wird. Er denkt an ‚Häppchen' à 50k, gestaffelt. Dann triggert man keine Warnungen" David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025 – Empfehlung zur Umgehung von Bankkontrollen
„Im Moment kaum etwas weil ich meine Zeit in dexpo und ████████ stecke." David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025 – bestätigt seine DEXPO-Tätigkeit am Tag der Zahlung
„und du Kaviar mit Bill Gates schlürfst" David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025, 17:50 Uhr – Nachricht unmittelbar nach Zahlungsbestätigung
„wenn die ████████ Miro Fond 4 Milliarden wert ist" David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025 – unrealistische Versprechungen zur Motivation der Zahlung
Die Vertuschung – nach der Aufdeckung
Am 17. Juni 2025 konfrontierte M.H. Rehnström in einem aufgezeichneten Zoom-Telefonat mit den Vorwürfen. Die Antworten sprechen für sich:
„Ich habe keine Täuschung" David Rehnström, aufgezeichnetes Zoom-Telefonat, 17.06.2025
„Ich auch. Bis ich herausgefunden habe dass das frei erfunden war von Baykal. Dann habe ich dir das ja gesagt" David Rehnström, aufgezeichnetes Zoom-Telefonat, 17.06.2025 – behauptet, er sei selbst getäuscht worden
„mach was du willst" David Rehnström, aufgezeichnetes Zoom-Telefonat, 17.06.2025 – Reaktion auf die Forderung nach Rückerstattung
„M., Bitte hör auf jetzt. Du benimmst dich verrückt" David Rehnström, aufgezeichnetes Zoom-Telefonat, 17.06.2025 – Gaslighting statt Antworten
Und auf die nochmalige klare Forderung einer Rückzahlung:
„dann do your thing" David Rehnström, aufgezeichnetes Zoom-Telefonat, 17.06.2025 – endgültige Verweigerung jeder Kooperation
Die Dimension des Schadens
„215.000 € sind durch dich mein finanzieller Schaden durch deine Täuschungshandlung" M.H. im selben Zoom-Telefonat, 17.06.2025
Krügers öffentliche Selbstdarstellung
„das ist Florian Krüger, der ist CEO von Dexpo space" David Rehnström, YouTube-Interview „DEXPO Space Krüger Rehnström Interview" – Krüger widerspricht nicht
Die Abfolge der Zitate zeigt nach Auffassung des Verfassers ein typisches Muster: überschwängliche Versprechen vor der Zahlung, gefolgt von vollständiger Passivität danach, und schließlich aggressive Ablehnung jeder Verantwortung bei Konfrontation. Dieses Verhalten ist nach Auffassung des Verfassers nicht mit einem Missverständnis vereinbar, sondern deutet auf ein systematisches Vorgehen hin.
III. Versprechen vs. Realität
Die folgende Gegenüberstellung basiert auf dokumentierten Aussagen der Beschuldigten und der nachprüfbaren Realität:
Team von 30–35 Experten weltweit (Bali, Belgrad, Sevilla)
Leerer Slack-Kanal. Kein einziges Teammitglied je aktiv.
Fusion mit Onchain Technologies AG (Schweiz), Florian Ehrbar als Smart Contract Expert
Ehrbar bestätigte: Er wusste nichts von der Verwendung seines Namens.
Krüger = CEO von DEXPO.Space (17× in WhatsApp, YouTube-Interview, Impressum)
Krüger behauptet nachträglich, nichts mit DEXPO.Space zu tun zu haben.
„von diesen jungs kriegen wir 100" – 100 Millionen Euro durch Tokenisierung
€0 Einnahmen. €0 Token erstellt. €0 zurückerstattet.
Referenzprojekte mit Sparkasse und BMW
Keine der genannten Referenzen konnte verifiziert werden.
IV. Die Beschuldigten
David Rehnström
- Geschäftsadresse: Hamburg, Deutschland (Handelsregister-Eintrag einsehbar)
- Rolle: Vermittler, Vertrauensperson des Geschädigten
- Vorwurf: Betrug gem. §263 StGB durch aktive Täuschung
- 🔗 LinkedIn (UNYTED) 🔗 LinkedIn (Stage) 📷 Instagram 📷 Bühnenreif Instagram 🌐 buehnenreif.marketing 🔗 Facebook 𝕏 X / Twitter
Florian Ben Johannes Krüger
- Geschäftsadresse: Surrey, England (Companies House Officer Records einsehbar)
- E-Mail: florian@fintery.com
- Rolle: Empfänger der Zahlungen, präsentiert als CEO DEXPO.Space
- Vorwurf: Betrug, Untreue, ggf. Geldwäsche
- 🔗 LinkedIn 🏛 Companies House UK 📈 North Data Profil 👥 The Org
V. Beteiligte Unternehmen
Das folgende Firmennetzwerk zeigt die Verflechtungen der Beschuldigten. Quellen: Companies House UK, North Data.
Direkt am Fall beteiligte Unternehmen
Fintery Ltd
Companies House Nr.: 16093636
Sitz: Elm Crescent, Canbury Works Units 6&7, Kingston Upon Thames KT2 6HJ, Surrey
Director: Florian Ben Johannes Krüger
Registriert: 21.11.2024 | Status: Aktiv
Rechnungsstellerin für €250.000 (davon €215.400 gezahlt)
UNYTED Ltd
Companies House Nr.: 14046174
Sitz: Kingston Upon Thames, England
Director: Florian Krüger | Registriert: 13.04.2022
Empfängerin der weitergeleiteten €215.400 laut Klageschrift
UNYTED World GmbH
HRB: 23258 (Amtsgericht Neuss)
Sitz: Neuss, Deutschland
Geschäftsführer: Florian Krüger | Registriert: 26.07.2023
Deutsche Schwestergesellschaft der UNYTED Ltd
DEXPO.Space
Impressum bis 10.06.2025: Fintery Ltd, CEO: Florian Krüger
Tokenisierungsplattform, über die das Projekt abgewickelt werden sollte
BUEHNENREIF Marketing
Inhaber: David Rehnström
Sitz: Hamburg, Deutschland
Video-Marketing-Agentur von David Rehnström
████████ LTD
Sitz: [Standort geschützt]
Director: M.H.
Geschädigte Partei, Klägerin
Weitere Firmen von Florian Ben Johannes Krüger
Quelle: Companies House UK – Appointments, North Data
Craft Coin Company UK Ltd
Companies House Nr.: 12292511
Director: Florian Krüger | Registriert: 31.10.2019
Status: Aufgelöst (Dissolved)
Krueger & Partner Limited
Companies House Nr.: 09673617
Director: Florian Krüger | Registriert: 07.07.2015
Status: Aufgelöst (Dissolved)
Igniter100 UK Ltd
Companies House Nr.: 10920141
Director: Florian Krüger | 17.05.2018 – 01.02.2021
Status: Zurückgetreten (Resigned)
Energydeck Ltd
Companies House Nr.: 07826977
Director: Florian Krüger | 27.10.2015 – 30.04.2017
Status: Zurückgetreten (Resigned)
VI. Chronologie der Ereignisse
Die folgende Chronologie basiert auf WhatsApp-Nachrichten, E-Mails und Vertragsdokumenten, die sämtlich als Beweismittel gesichert und den zuständigen Behörden vorgelegt wurden.
Fintery Ltd ist im Impressum von DEXPO.Space als verantwortliche Einheit aufgeführt. Florian Krüger wird als CEO genannt. Erste Gespräche über Tokenisierung mit Baykal Colakoglu als Ansprechpartner von DEXPO.Space.
David Rehnström stellt den Kontakt zu DEXPO.Space her:
„Baykal der business developer bei Dexpo ist interessiert an dein Projekt. Wann können wir uns zwecks Termin abstimmen?" David Rehnström, WhatsApp, 09.12.2024
Rehnström leitet Tokenisierungsmaterial von „Dexpo" weiter. M.H. fragt: „wie viel kostet es, den Token bei Dexpo zu erstellen?" – ein Hinweis darauf, dass er DEXPO.Space als Vertragspartner wahrnimmt.
Rehnström vertieft die Illusion einer großen, professionellen Organisation:
„Soll ich Andrew in eine Gruppe reintun mit florian Baykal etc und dir und wir machen so einen Tag aus" David Rehnström, WhatsApp, 22.01.2025
„Habe mit dem ceo von Dexpo gesprochen und ein paar neue Erkenntnisse gewonnen die ich gerne mit dir teilen will" David Rehnström, WhatsApp, 23.01.2025
„Baykal ist sehr angetan von dir, redet mit florian über dich in höchsten Tönen. Er will dich langfristig dabei haben." David Rehnström, WhatsApp, 25.01.2025
Rehnström schreibt eine Nachricht, die belegt, dass er als Mittler zwischen M.H. und DEXPO.Space agiert:
„████████, willst du mit deiner ████████ email oder ████@████.██ in deinen DEXPO Space einloggen? Wird gerade scharf geschaltet von Arnie" David Rehnström, WhatsApp, 31.01.2025
Erneut wird Krüger als CEO von DEXPO.Space bezeichnet:
„Habe übrigens beim fortschrittsupdate mit dem ceo von dexpo über dein projekt mit Andrew gesprochen und er hat seeeehr viele kontakte in dem Segment" David Rehnström, WhatsApp, 19.02.2025
Rehnström sendet ein Angebot (Proposal 0.2), das das DEXPO-Logo trägt, von „Florian und David" verfasst ist und die Adresse von Fintery Ltd angibt. Das Impressum von DEXPO.Space nennt weiterhin Fintery Ltd und Krüger als CEO.
M.H. schreibt an 22 Minderheitsaktionäre von Miro Forestry und erwähnt die Zusammenarbeit mit dem „Dexpo team" und dessen CEO. Er verlinkt die Seite dexpo.space/tokenisation/.
Zahlung von €215.400 in mehreren Tranchen an Fintery Ltd. Ein Tag voller Versprechen und Druckausübung:
„florian hat gestaffelte Zahlungen vorgeschlagen damit keine zu grosse Hürden von seiner Bank aufgestellt wird. Er denkt an ‚Häppchen' à 50k, gestaffelt. Dann triggert man keine Warnungen" David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025 – Empfehlung zur Umgehung von Bankkontrollen
„Im Moment kaum etwas weil ich meine Zeit in dexpo und ████████ stecke." David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025 – bestätigt seine DEXPO-Tätigkeit am Zahlungstag
„von diesen jungs kriegen wir 100" David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025 – behauptete 100 Millionen Euro Potenzial
„und du Kaviar mit Bill Gates schlürfst" David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025, 17:50 Uhr – unmittelbar nach Zahlungsbestätigung
Krüger sendet eine „Let's Go"-E-Mail, stellt ein angebliches Team vor – darunter Florian Ehrbar von Onchain Technologies, der später bestätigt, davon nichts gewusst zu haben.
Am Tag nach der Zahlung offenbart Rehnström die tatsächliche Strategie:
„Florian hat mir gestern eine E-Mail gezeigt von einer Freundin die eine Community für ein investmentunternehmen leitet. Sie hat eine neue opportunity präsentiert und am nächsten Tag hat sie geschrieben und sich bedankt, alle Anteile wurden schon gekauft." David Rehnström, WhatsApp, 20.03.2025
„Da wollen wir hin. So viel Trust bauen dass Anleger alles kaufen was wir herausbringen" David Rehnström, WhatsApp, 20.03.2025 – die Strategie: „Trust" aufbauen, um Anleger zum Kauf zu bewegen
Kickoff-Meeting in London. Eine angebliche Fusion mit Onchain Technologies AG wird dargestellt. Florian Ehrbar hält eine Präsentation. Das Meeting bleibt inhaltlich oberflächlich – es werden keine konkreten Arbeitsergebnisse produziert.
M.H. ist im Slack-Arbeitskanal des Projekts allein. Trotz der Behauptung eines Teams von 30–35 Personen ist kein einziger anderer Mitarbeiter aktiv.
Die Täuschung wird aufgedeckt. Baykal Colakoglu klärt M.H. in Dubai darüber auf, dass DEXPO.Space und Fintery nicht dasselbe Unternehmen sind und Krüger nicht der CEO von DEXPO.Space ist.
████████ stellt eine Zahlungsaufforderung (Statutory Demand) an Fintery Ltd über €215.000. Fintery bestreitet die Forderung und behauptet eine Gegenforderung von ca. €70.000.
Die Londoner Anwaltskanzlei Clintons stellt die Klageschrift (Particulars of Claim) für das englische High Court fertig. Beklagte: Fintery Ltd, Florian Krüger und UNYTED Ltd.
Rechtsanwalt Klaus G. Kerkhoff (Krefeld) erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Hamburg wegen gewerbsmäßigen Betrugs gem. §263 StGB i.V.m. §263 Abs. 5 StGB.
VII. Die dokumentierten Täuschungshandlungen
1. Falsche Darstellung von Krüger als CEO von DEXPO.Space
In mindestens 17 WhatsApp-Nachrichten zwischen Dezember 2024 und März 2025 erwähnte Rehnström „DEXPO" bzw. „Dexpo" im Zusammenhang mit dem Projekt, ohne jemals eine Trennung zwischen DEXPO.Space und Fintery zu kommunizieren. Rehnström bezeichnete Krüger mehrfach als „CEO von Dexpo".
„das ist Florian Krüger, der ist CEO von Dexpo space" David Rehnström, YouTube-Interview – Krüger widerspricht im gesamten Interview nicht und beschreibt stattdessen seine angeblichen Aufgaben bei DEXPO.Space
Das Impressum der Website dexpo.space listete bis mindestens 10. Juni 2025 „Fintery Ltd" als verantwortliches Unternehmen und „Florian Krüger" als CEO.
2. Fiktives Team von 30–35 Personen
Im YouTube-Interview behauptete Krüger, über ein global verteiltes Team von 30–35 Personen zu verfügen, mit Standorten in Bali, Belgrad und Sevilla. Er nannte Referenzprojekte mit der Sparkasse und BMW.
Die Realität: Nach Projektstart am 19. März 2025 war der Slack-Arbeitskanal ab dem 25. April 2025 leer. Kein einziger der behaupteten Teammitglieder war aktiv. Rehnström hatte am 16. März 2025 per WhatsApp ein Team namentlich vorgestellt, darunter eine „Tijana Trifunovic, die beste Projekt Managerin". Keines dieser Teammitglieder war je in Erscheinung getreten.
In seiner „Let's Go"-E-Mail vom 19. März 2025 – dem Tag der Zahlung – stellte Florian Krüger dem Geschädigten folgendes Team namentlich vor. Laut E-Mail sollten diese Personen „ab Montag per E-Mail und Slack erreichbar" sein. Keines dieser Teammitglieder hat jemals am Projekt mitgewirkt. Der Slack-Kanal blieb leer.
Bis auf Florian Ehrbar (Onchain Technologies AG, dessen Name ohne sein Wissen verwendet wurde) sind alle genannten Personen Mitarbeiter von UNYTED Ltd – einem Unternehmen unter der Leitung von Florian Krüger.
Zusammenfassung: Krüger präsentierte sein eigenes UNYTED-Personal dem Geschädigten als dediziertes Projektteam. Damit wurde der Eindruck erweckt, ein professionelles Team würde ab sofort exklusiv am Tokenisierungsprojekt arbeiten. In Wahrheit hat keines dieser Teammitglieder jemals eine Leistung für das Projekt erbracht. Der Slack-Arbeitskanal blieb ab Projektstart leer.
Strafrechtliche Einordnung: Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs
Hinweis: Die nachfolgende Einordnung gibt die rechtliche Einschätzung des Geschädigten wieder. Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung gemäß Art. 6 Abs. 2 EMRK. Die abschließende strafrechtliche Bewertung obliegt ausschließlich den zuständigen Strafverfolgungsbehörden und Gerichten. Diese Darstellung dient der Dokumentation des Sachverhalts und der Information der Öffentlichkeit im Rahmen der Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 GG).
Angesichts der Gesamtumstände besteht aus Sicht des Geschädigten der begründete Anfangsverdacht, dass die zugrunde liegende Tat die Merkmale eines banden- und gewerbsmäßigen Betrugs gemäß § 263 Abs. 5 StGB erfüllen könnte. Diese Qualifikation setzt voraus, dass mindestens drei Personen sich zur fortgesetzten Begehung von Betrugstaten verbunden haben (Bandenabrede) und dabei in der Absicht handeln, sich durch wiederholte Tatbegehung eine fortlaufende Einnahmequelle zu verschaffen (Gewerbsmäßigkeit).
Die folgenden Tatsachen stützen diese Einschätzung:
1. Mehrzahl von Tatbeteiligten (Bandenstruktur)
In der „Let's Go"-E-Mail vom 19. März 2025 stellte Florian Krüger dem Geschädigten namentlich acht Personen als Projektteam vor. Sechs dieser Personen sind nachweislich Mitarbeiter der UNYTED Ltd, deren Director ebenfalls Florian Krüger ist. Keine dieser Personen hat jemals eine Leistung für das Projekt erbracht. Die namentliche Nennung gegenüber dem Geschädigten erweckte den Eindruck eines professionellen, einsatzbereiten Teams und war damit geeignet, den Geschädigten in seinem Irrtum zu bestärken, eine Gegenleistung für seine Zahlung zu erhalten.
2. Physische Zusammenkunft am 14. April 2025 in London
Am 14. April 2025 fand in London ein sogenanntes „Kickoff-Meeting" statt, bei dem mehrere der in der E-Mail genannten Personen persönlich anwesend waren. In diesem Meeting wurde dem Geschädigten eine angebliche Fusion mit der Schweizer Onchain Technologies AG präsentiert, eine Zusammenarbeit, die laut späterer Aussage von Florian Ehrbar (Onchain Technologies) nie existiert hat. Die physische Anwesenheit mehrerer Beteiligter bei einer Veranstaltung, in der dem Geschädigten nachweislich falsche Tatsachen vorgetragen wurden, ist aus Sicht des Geschädigten ein gewichtiges Indiz für ein abgestimmtes, arbeitsteiliges Vorgehen.
3. Gewerbsmäßigkeit
Rehnström erklärte in einer WhatsApp-Nachricht vom 19. März 2025 – dem Tag der Zahlung –, dass er von Investoren „100" (Millionen) bekommen wolle. Dies deutet darauf hin, dass das Schema nicht auf eine einzelne Tat beschränkt war, sondern als wiederhol- und skalierbares Geschäftsmodell angelegt war. Zudem bestätigte Rehnström im selben Kontext, er stecke seine Zeit „in dexpo und ████████", was die fortgesetzte Einbindung in die Tatausführung belegt.
4. Rechtliche Konsequenz
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, droht den Beteiligten ein Strafrahmen von einem Jahr bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe (§ 263 Abs. 5 StGB). Bei einer Verurteilung nach dieser Qualifikation handelt es sich um ein Verbrechen im Sinne von § 12 Abs. 1 StGB – nicht mehr um ein bloßes Vergehen.
An alle in der „Let's Go"-E-Mail genannten Personen: Wer als Teil einer Gruppe an Handlungen mitwirkt, die geeignet sind, einen Irrtum beim Geschädigten hervorzurufen oder aufrechtzuerhalten, kann sich nach deutschem Strafrecht wegen Beihilfe zum Betrug (§§ 263, 27 StGB) oder – bei entsprechendem Tatbeitrag – wegen Mittäterschaft (§ 25 Abs. 2 StGB) strafbar machen. Dies gilt unabhängig davon, ob der Einzelne unmittelbar finanziell profitiert hat. Bereits die Mitwirkung an der Täuschungshandlung – etwa durch die bloße Bereitstellung des eigenen Namens und der eigenen Funktion in einem fiktiven Projektteam – kann den Tatbestand der Beihilfe erfüllen, sofern zumindest bedingter Vorsatz hinsichtlich der Haupttat vorliegt.
3. Die Equitycom-Verbindung: 3,6 Mio. Euro und 50% Provision
Hinter dem gescheiterten UNYT-Token-Projekt steht ein weiterer Akteur: Guido Abraham, Geschäftsführer der equitycom GmbH (HRB 140100, AG Frankfurt a. M.; Sitz: Thurn- und Taxis-Platz 6, 60313 Frankfurt; Geschäftsführer: Guido Arno Erich Herbert Abraham; Stammkapital: 25.000 €; Gegenstand lt. Handelsregister: „Beratung von Kapitalgesellschaften im Zusammenhang mit einer Orientierung am Aktienmarkt“). Frühere Adresse: Auf dem Wall 6, 47574 Goch). Nach vorliegenden Informationen wurden über Equitycom rund 3,6 Millionen Euro für das UNYT-Token-Projekt eingesammelt – bei einer Provision von 50% an Equitycom.
Die Tatsache, dass das UNYT-Token-Projekt bereits 3,6 Millionen Euro verbraucht hatte, ohne ein funktionsfähiges Produkt vorweisen zu können, lässt nach Auffassung des Verfassers den Schluss zu, dass neue Investorengelder – wie die €215.400 der ████████ LTD – primär zur Deckung bestehender Verluste und nicht zur Erbringung von Dienstleistungen verwendet wurden. Die MLM-ähnliche Provisionsstruktur (50% an Equitycom) steht im Widerspruch zu einem seriösen Geschäftsmodell.
4. Beweisvereitelung – §274 StGB
Nach Bekanntwerden der Betrugsvorwürfe wurden systematisch Beweismittel vernichtet:
Die Löschung des YouTube-Kanals nach Bekanntwerden der Vorwürfe stellt nach Auffassung des Verfassers eine Beweisvereitelung gem. §274 StGB dar. Die Vernichtung belastender Videobeweise – insbesondere des Interviews, in dem Rehnström Krüger öffentlich als DEXPO-CEO präsentierte – deutet auf das Bewusstsein hin, dass dieses Material die Tathandlung dokumentiert.
5. Fingierte Fusion mit Onchain Technologies AG
In der „Let's Go"-E-Mail vom 19. März 2025 und im Kickoff-Meeting am 14. April 2025 wurde eine Zusammenarbeit bzw. Fusion mit der Schweizer Onchain Technologies AG dargestellt. Florian Ehrbar wurde als „Smart Contract Expert & Data Visualisation" vorgestellt.
6. Gestaffelte Zahlungen zur Umgehung von Bankkontrollen
Am 19. März 2025 empfahl Rehnström per WhatsApp eine Zahlungsstaffelung, die nach Auffassung des Verfassers darauf abzielte, Bankkontrollen zu umgehen:
„florian hat gestaffelte Zahlungen vorgeschlagen damit keine zu grosse Hürden von seiner Bank aufgestellt wird. Er denkt an ‚Häppchen' à 50k, gestaffelt. Dann triggert man keine Warnungen" David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025
Die Empfehlung gestaffelter Zahlungen, um Bankkontrollen zu umgehen, ist nach Auffassung des Verfassers ein starkes Indiz für die Kenntnis der Beschuldigten, dass die Transaktion bei normaler Bankprüfung Verdacht erregt hätte. Legitime Geschäftspartner haben keinen Grund, Zahlungseingänge vor ihrer eigenen Bank zu verschleiern.
7. Unrealistische Versprechen und emotionale Manipulation
Rehnström setzte gezielt emotionale Trigger ein, um M.H. zur Zahlung zu bewegen und bei Laune zu halten:
„und du Kaviar mit Bill Gates schlürfst" David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025, 17:50 Uhr – unmittelbar nachdem M.H. die Zahlung bestätigt hatte
„von diesen jungs kriegen wir 100" David Rehnström, WhatsApp, 19.03.2025 – 100 Millionen Euro wurden in Aussicht gestellt
„Da wollen wir hin. So viel Trust bauen dass Anleger alles kaufen was wir herausbringen" David Rehnström, WhatsApp, 20.03.2025 – die erklärte Strategie einen Tag nach der Zahlung
6. Weiterleitung der Gelder an UNYTED Ltd
Gemäß der Klageschrift für das englische High Court hat Fintery Ltd die €215.400 auf Anweisung von Krüger an UNYTED Ltd weitergeleitet. UNYTED Ltd (Companies House Nr. 14046174) ist ebenfalls mit Krüger verbunden. Der Verbleib der Gelder ist unklar.
Die Weiterleitung der gesamten Zahlung an eine weitere Firma des gleichen Directors wirft nach Auffassung des Verfassers erhebliche Fragen hinsichtlich einer möglichen Vermögensverschiebung auf. Ein seriöser Dienstleister hätte die Mittel projektbezogen eingesetzt – nicht an eine Schwestergesellschaft transferiert.
VIII. Übersicht der Beweismittel
| Beweismittel | Inhalt | Relevanz |
|---|---|---|
| WhatsApp-Verlauf Rehnström/M.H. | 17 DEXPO-Erwähnungen ohne Trennung; Zahlungsmodalitäten; Team-Behauptungen | Dokumentiert die fortlaufende Täuschung |
| YouTube-Interview „DEXPO Space" | Rehnström stellt Krüger als CEO vor; Krüger widerspricht nicht | Öffentlich zugänglicher Beweis der falschen Darstellung |
| Proposal 0.2 (02.03.2025) | DEXPO-Logo, verfasst von „Florian und David", Fintery-Adresse | Vermischung DEXPO/Fintery zur Täuschung |
| Proposal 1.0 (19.03.2025) | Fintery-Logo, gleicher Inhalt, Grundlage der Rechnung | Austausch des Logos ohne Information des Kunden |
| „Let's Go"-E-Mail Krüger (19.03.2025) | Fiktives Team inkl. F. Ehrbar; Projektstart-Kommunikation | Unmittelbare Täuschung am Tag der Zahlung |
| Aufgezeichnetes Zoom-Telefonat (17.06.2025) | Rehnström: „Ich habe keine Täuschung", „mach was du willst", „du benimmst dich verrückt" | Dokumentiert Verweigerung und Gaslighting |
| Impressum dexpo.space (bis 10.06.2025) | Fintery Ltd als Betreiber, Krüger als CEO | Webarchiv-gesicherte Täuschungsgrundlage |
| E-Mails an Miro-Aktionäre (11.03.2025) | M.H. erwähnt „Dexpo CEO" und „Dexpo team" | Zeigt M.H.s gutgläubige Wahrnehmung vor Zahlung |
| Slack-Protokoll (ab 25.04.2025) | Leerer Arbeitskanal trotz behauptetem 30-Personen-Team | Widerlegt die Team-Behauptungen |
| Aussage Florian Ehrbar | Bestätigt Namens-Missbrauch in Proposals | Belegt fingierte Fusion mit Onchain Technologies |
| Aufgezeichnetes Gespräch (17.06.2025) | Krüger: Rehnström habe gesagt, ████████ biete keine Rückerstattung | Zeigt Koordination zur Vermeidung der Rückzahlung |
VIII½. Fragen, die nie gestellt wurden — Der zentrale Betrugsnachweis
Das vollständige Fehlen jeglicher Fachfragen ist nach Auffassung des Verfassers der stärkste Einzelbeweis für Betrugsabsicht von Anfang an. Ein externer Berater identifizierte innerhalb weniger Tage über 131 zwingend zu klärende Fachfragen — Krüger und sein angebliches Team von 30–35 Experten stellten auf keinem einzigen Kanal (E-Mail, WhatsApp, Slack, Telefon) auch nur eine einzige davon.
Das Argument ist einfach: Selbst wenn Krüger die Leistung hätte erbringen wollen, wäre es ohne diese Informationen schlicht unmöglich gewesen. Wer nie fragt, plant nie zu liefern.
Die Fliesenleger-Analogie
Stellen Sie sich vor, Sie beauftragen einen Fliesenleger, Ihr Badezimmer zu fliesen. Er gibt ein Angebot über 12.000 € ab. Sie bezahlen im Voraus. Dann passiert: nichts. Und Sie merken: Er hat vorher nicht eine einzige Frage gestellt.
Jeder seriöse Fliesenleger fragt das.
Krüger stellte keine einzige Frage.
Ein Fliesenleger, der nicht fragt, wie groß das Bad ist —
und trotzdem 12.000 € kassiert:
Das ist Betrug.
Krüger übernahm ein internationales Tokenisierungsprojekt über 22.000 Hektar
in zwei afrikanischen Ländern mit vier Jurisdiktionen —
kassierte 215.400 € — und stellte null Fragen.
Nicht per E-Mail. Nicht per WhatsApp. Nicht per Slack. Nicht telefonisch.
Eine vollständige Durchsuchung aller verfügbaren Kommunikationskanäle zwischen dem Auftraggeber und Krüger/Team ergibt:
Zum Vergleich: Ein unabhängiger externer Berater identifizierte innerhalb weniger Tage über 131 klärungsbedürftige Punkte — strukturiert in drei Projektphasen, zwölf Fachbereiche und neun Launchpad-Kategorien.
Der vollständige Fragenkatalog — Was hätte gefragt werden müssen
Nachfolgend der systematische Katalog aller Fachfragen, gegliedert in drei Projektphasen. Keine einzige dieser Fragen wurde jemals gestellt.
Fazit: Die Arithmetik des Betrugs
Zurück zum Fliesenleger: Ein Fliesenleger, der 15 zwingende Fragen für ein 8-m²-Bad nicht stellt, kann nicht fliesen. Das ist offensichtlich. Krüger übernahm ein internationales Tokenisierungsprojekt mit 22.000 Hektar Plantagenfläche in zwei afrikanischen Ländern, bestehenden institutionellen Investoren (BII, Finnfund, DFI Canada), komplexen regulatorischen Anforderungen in vier Jurisdiktionen — und stellte nicht eine einzige der 131 notwendigen Fachfragen. Nicht per E-Mail. Nicht per WhatsApp. Nicht per Slack. Nicht telefonisch.
Entweder war das Team unfähig auf einem Niveau, das jeden beruflichen Mindeststandard unterschreitet — oder es bestand von Anfang an nie die Absicht, die versprochene Leistung zu erbringen. In beiden Fällen wurden 215.400 € unter Vorspiegelung falscher Tatsachen kassiert. Das ist Betrug gemäß §263 StGB.
IX. Laufende Verfahren
Strafverfahren – Deutschland
Zuständigkeit: Staatsanwaltschaft Hamburg
Eingereicht: 14. Juli 2025 durch RA Klaus G. Kerkhoff, Krefeld
Tatvorwürfe:
- Gewerbsmäßiger Betrug gem. §263 StGB, ggf. bandenmäßig gem. §263 Abs. 5 StGB
- Untreue gem. §266 StGB (Zweckentfremdung der Gelder für UNYT-Verluste)
- Beweisvereitelung gem. §274 StGB (Löschung des YouTube-Kanals)
- Ggf. Geldwäsche gem. §261 StGB (Verschleierung der Mittelverwendung)
Strafrahmen: Besonders schwerer Fall: 6 Monate bis 10 Jahre; bei Bandenmäßigkeit (Verbrechen): 1 bis 10 Jahre
Status: Eingereicht
Zivilverfahren – England & Wales
Zuständigkeit: High Court of Justice, Business and Property Courts, Business List (ChD)
Kanzlei: Clintons, London (Solicitor: Gareth Jones)
Kläger: ████████ LTD
Beklagte: Fintery Ltd (1. Beklagte), Florian Krüger (2. Beklagter), UNYTED Ltd (3. Beklagte)
Ansprüche:
- €215.000 als Schuld gegen Fintery Ltd
- Alternativ: €215.000 Schadensersatz wegen Misrepresentation gegen Krüger persönlich
- Weiter alternativ: €215.000 Restitution wegen ungerechtfertigter Bereicherung (Constructive Trust) gegen UNYTED Ltd
- Zinsen gem. Section 35A Senior Courts Act 1981
Status: Klageschrift zugestellt
X. Reaktion der Beschuldigten
David Rehnströms Verteidigung
In einer E-Mail vom 5. Juni 2025 betonte Rehnström die Freundschaft zu M.H. und leugnete jede Täuschungsabsicht. Er behauptete, M.H. rechtzeitig über die angebliche Trennung von DEXPO.Space und Fintery informiert zu haben, und machte Baykal Colakoglu für die Verwirrung verantwortlich.
Im aufgezeichneten Telefonat vom 17. Juni 2025 widersprach Rehnström sich selbst:
„Ich auch. Bis ich herausgefunden habe dass das frei erfunden war von Baykal. Dann habe ich dir das ja gesagt" David Rehnström, aufgezeichnetes Telefonat, 17.06.2025 – behauptet, selbst Opfer zu sein
Diese Verteidigung ist nach Auffassung des Verfassers nicht überzeugend, da:
- Rehnström selbst Krüger im YouTube-Interview als „CEO von Dexpo Space" vorstellte – dies war keine Behauptung Baykals, sondern Rehnströms eigene Worte vor der Kamera.
- Rehnström das Proposal 0.2 mit DEXPO-Logo persönlich an M.H. sandte.
- M.H. noch am 11. März 2025 – also wenige Tage vor der Zahlung – gegenüber 22 Miro-Aktionären von der Zusammenarbeit mit dem „Dexpo CEO" sprach, was er nicht getan hätte, wenn er über eine Trennung informiert worden wäre.
- Rehnström noch am 19. März 2025 – dem Tag der Zahlung – per WhatsApp bestätigte, seine Zeit „in dexpo und ████████" zu investieren.
Konfrontiert mit der konkreten Schadenssumme von €215.000, reagierte Rehnström nicht mit Bedauern oder Lösungsangeboten, sondern mit Abwehr:
„M., Bitte hör auf jetzt. Du benimmst dich verrückt" David Rehnström, aufgezeichnetes Telefonat, 17.06.2025
„mach was du willst" David Rehnström, aufgezeichnetes Telefonat, 17.06.2025
„dann do your thing" David Rehnström, aufgezeichnetes Telefonat, 17.06.2025 – die endgültige Verweigerung
Florian Krügers Verteidigung
Krüger behauptete in einer E-Mail an RA Kerkhoff vom 6. Juni 2025, DEXPO.Space sei „ausgeschlossen" worden und M.H. sei mit dem Projekt zufrieden gewesen. Er behauptete zudem, M.H. habe Rehnströms ████████-E-Mail-Konto gelöscht, um Beweise zu vernichten.
Auch diese Verteidigung erscheint dem Verfasser nicht stichhaltig:
- Wenn Krüger nichts mit DEXPO.Space zu tun hatte, warum stand seine Firma Fintery bis Juni 2025 im Impressum als Betreiber und er selbst als CEO?
- Warum widersprach er im YouTube-Interview nicht der Darstellung als „CEO von Dexpo Space"?
- Die Löschung des E-Mail-Kontos erfolgte nachweislich am 30. April 2025, nachdem M.H. von der Täuschung erfahren hatte – also als Reaktion auf die Täuschung, nicht zu deren Verschleierung.
- Sämtliche relevanten WhatsApp-Nachrichten, E-Mails und Dokumente sind gesichert und den Behörden vorgelegt.
XI. Zentrale Widersprüche
| Behauptung der Beschuldigten | Tatsächliche Beweislage |
|---|---|
| Krüger war nie CEO von DEXPO.Space | YouTube-Interview: Rehnström stellt ihn als CEO vor; Impressum bis 10.06.2025 nennt ihn als CEO; Krüger widerspricht nirgends |
| M.H. wurde rechtzeitig über die Trennung informiert | M.H. sprach noch am 11.03.2025 gegenüber 22 Personen von „Dexpo CEO"; Aufklärung erst am 30.04.2025 durch Dritte |
| Ein Team von 30–35 Experten existierte | Slack-Kanal ab Projektstart leer; kein einziges Teammitglied je aktiv |
| Fusion mit Onchain Technologies bestand | Florian Ehrbar (Onchain) bestätigt: Von der Nennung seines Namens nichts gewusst |
| E-Mail-Löschung diente der Beweisvernichtung | Alle Beweise (WhatsApp, E-Mails, Proposals) gesichert und an Behörden übergeben |
| Baykal war allein für die Täuschung verantwortlich | Rehnström selbst stellte Krüger als CEO vor; Proposal mit DEXPO-Logo stammte von Rehnström und Krüger |
| „Ich habe keine Täuschung" | 17 DEXPO-Nachrichten, YouTube-Interview, Proposal mit DEXPO-Logo, eigene Aussage „meine Zeit in dexpo" am Zahlungstag |
XII. Motiv-Analyse: Warum wurde nie eine Leistung erbracht?
Eine zentrale Frage durchzieht diesen gesamten Fall: Warum wurde trotz einer Zahlung von €215.400 nicht eine einzige Leistung erbracht – und warum gab es zu keinem Zeitpunkt ein Vergleichsangebot, ein Teilangebot oder auch nur den Versuch einer Kompromisslösung?
Die geschädigte Partei hat nach Bekanntwerden der Probleme mehrfach aktiv Kontakt aufgenommen und wiederholt Gesprächsbereitschaft signalisiert. Es wurde um Klärung gebeten, um Teilleistungen, um eine einvernehmliche Lösung – sei es in Form einer Rückzahlung, einer Ratenzahlung, einer Teilleistung oder eines Vergleichs. Sämtliche Versuche blieben ohne substanzielle Reaktion. Stattdessen folgten Abwehr, Schweigen und schließlich die endgültige Verweigerung: „mach was du willst", „then do your thing".
Dieses Verhalten ist insofern bemerkenswert, als es jedem normalen Geschäftsgebaren widerspricht. Selbst bei gescheiterten Projekten oder Meinungsverschiedenheiten ist ein Mindestmaß an Kooperation – zumindest der Versuch einer Einigung – der Regelfall. Das vollständige Fehlen jeder Kooperation legt den Schluss nahe, dass eine Leistungserbringung von Anfang an nicht beabsichtigt war.
Mögliches Motiv: Die UNYT-Token-Krise
Eine investigative Recherche zum UNYT Token der UNYTED LIMITED – deren einziger Director Florian Ben Johannes Krüger ist – hat ein mögliches Motiv für die hier dokumentierten Handlungen offengelegt. Die vollständige On-Chain-Analyse zeigt:
- Der UNYT Token auf der Binance Smart Chain hat 0 Transfers und nur 1 Holder – kein Anleger hat je einen Token erhalten
- Es gibt keine FCA-Registrierung und keine nachweisbare MiCAR-Zulassung, obwohl eine „EU Crypto Licence" behauptet wird
- Der ScamAdviser Trust Score für unyted.world beträgt 0 von 100
- Das Floin-Exchange-Listing wurde entfernt (HTTP 404)
- Krügers vorherige Krypto-Firma CRAFT COIN COMPANY UK LTD wurde aufgelöst
- Beschwerden wurden bei BaFin, FCA, FMA Liechtenstein und ESMA eingereicht
Es ist denkbar – ausdrücklich als Meinungsäußerung und nicht als bewiesene Tatsache formuliert –, dass die €215.400 der geschädigten Partei möglicherweise nicht für die versprochenen Tokenisierungsdienstleistungen verwendet werden sollten, sondern dazu dienten, dringende Probleme im Zusammenhang mit dem UNYT Token zu lösen: etwa regulatorische Defizite zu beheben, bestehende Anlegeransprüche zu bedienen oder schlicht entstandene Finanzlücken zu schließen.
Diese Hypothese würde erklären, warum:
- Nie eine Leistung erbracht wurde – die Gelder wurden möglicherweise von Anfang an für andere Zwecke benötigt
- Kein Kompromiss, kein Vergleich, keine Teilleistung angeboten wurde – weil das Geld möglicherweise bereits anderweitig verbraucht war
- Die Reaktion auf Nachfragen rein defensiv war – „mach was du willst" – da eine ehrliche Antwort die tatsächliche Mittelverwendung offengelegt hätte
- David Rehnström als Vermittler eine Schlüsselrolle spielte – er stellte den Kontakt her, bewarb das Projekt und ermöglichte den Geldfluss, während er gleichzeitig als „Entrepreneur in Residence" bei UNYTED fungierte
Hinweis: Dies stellt die persönliche Einschätzung und Meinungsäußerung der geschädigten Partei dar. Die tatsächliche Mittelverwendung kann nur durch die Ermittlungsbehörden aufgeklärt werden. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die genannten Personen haben die Möglichkeit, sich zu diesen Fragen zu äußern.
Die Doppelrolle von David Rehnström
Ein zentraler Aspekt, der in diesem Zusammenhang betrachtet werden muss, ist die Doppelrolle von David Rehnström. Rehnström war zum Zeitpunkt der hier dokumentierten Vorgänge nicht nur der Vermittler, der die geschädigte Partei an Florian Krüger heranführte – er war gleichzeitig als „Entrepreneur in Residence" bei UNYTED tätig, also direkt in Krügers Unternehmenssphäre eingebunden.
Dies wirft folgende Fragen auf, die bisher unbeantwortet geblieben sind:
- Hatte Rehnström Kenntnis von den regulatorischen Problemen des UNYT Tokens – der fehlenden FCA-Registrierung, der nicht existierenden MiCAR-Zulassung?
- War Rehnström bekannt, dass der UNYT Token auf der Blockchain keine reale Aktivität aufweist (0 Transfers, 1 Holder)?
- Wurde Rehnström möglicherweise gezielt eingesetzt, um über sein Netzwerk neue Geldquellen für die UNYTED-Gruppe zu erschließen?
- Warum bot Rehnström zu keinem Zeitpunkt eine Vermittlung zur Schadensminderung an, obwohl er den engen Kontakt zu beiden Seiten hatte?
Diese Fragen sind nicht als Anschuldigung zu verstehen, sondern als offene Punkte, deren Klärung den Ermittlungsbehörden obliegt. Die Konstellation – Rehnström als Vermittler der €215.400-Transaktion bei gleichzeitiger Tätigkeit für UNYTED – bildet jedoch nach Auffassung des Verfassers ein Gesamtbild, das einer sorgfältigen Prüfung bedarf.
Einordnung des Verfassers: Die geschädigte Partei ist nach Auswertung aller Fakten zu der Überzeugung gelangt, dass die €215.400 von Anfang an nicht für die versprochenen Tokenisierungsdienstleistungen bestimmt waren. Die vollständige Verweigerung jeder Kooperation, jedes Kompromisses und jeder Teilleistung – trotz mehrfacher Anfragen – lässt sich nach Auffassung der geschädigten Partei am plausibelsten damit erklären, dass die Mittel unmittelbar nach Eingang anderweitig verwendet wurden und eine Rückzahlung oder Leistungserbringung daher faktisch nicht mehr möglich war. Die UNYT-Token-Analyse liefert einen möglichen Kontext für diese Mittelverwendung. Die endgültige Aufklärung obliegt den zuständigen Ermittlungsbehörden.
XIII. Das UNYTED-Team: Wer war beteiligt?
Ein zentraler Aspekt dieses Falls ist die Frage, wer innerhalb der UNYTED-/Fintery-Struktur an den Täuschungshandlungen beteiligt war – wissentlich oder unwissentlich. Die nachfolgende Analyse basiert auf der offiziellen Team-Seite von unyted.space (archiviert am 14. Juli 2025), der Fintery-Webseite sowie den Dokumenten des Kick-Off-Workshops vom 14.–15. April 2025 in London.
Das offizielle UNYTED-Team laut Webseite
Die UNYTED LIMITED präsentierte auf ihrer Webseite (unyted.world/en/team/) ein umfangreiches Team. Gegründet wurde UNYTED laut eigener Darstellung im Jahr 2022 von Gaby K Slezák und Florian Krüger. Das Unternehmen warb mit den Werten „diversity, inclusion and freedom" und präsentierte folgende Personen:
| Name | Position bei UNYTED | Position bei Fintery | Relevanz für diesen Fall |
|---|---|---|---|
| Florian Krüger | CEO & Founder | CEO | Hauptbeschuldigter. Einziger Director von Fintery Ltd, UNYTED Ltd, DEXPO Space Ltd und 3 weiterer UK-Firmen. |
| David Rehnström | — | Entrepreneur in Residence | Vermittler der €215.400-Transaktion. Auf der Fintery-Teamseite gelistet, nicht auf der UNYTED-Seite. Drehte Aufnahmen beim Kick-Off-Meeting am 14.04.2025. |
| Gaby K Slezák | Co-Founder | — | Mitgründerin von UNYTED. Rolle im operativen Geschäft unklar. |
| Dr. Maxine Room CBE | Head of People Operations & Advisory Board | — | War beim Kick-Off-Workshop am 14.04.2025 als „Investor Relations"-Expertin angekündigt. |
| Alyona Dovhosheia | CFO | — | Wurde als „Financial Support" für das Tokenisierungsprojekt benannt. Angebliche CFO eines Unternehmens mit 0 Token-Transfers. |
| Tijana Trifunovic | Production Manager | Head of Project Management | Wurde der geschädigten Partei als „die beste Projektmanagerin, die du je erlebt hast" vorgestellt. Trat beim Kick-Off auf. Wechselnde Titel: „Production Manager" (UNYTED) vs. „Head of Project Management" (Fintery). |
| Saskia Kurzbuch | Marketing & Sales Content Creator | Head of Sales | Trat beim Kick-Off auf. Wechselnde Titel: „Content Creator" (UNYTED) vs. „Head of Sales" (Fintery). Übernahm Notizen und Admin. |
| Julieta Waisfeld | Executive Assistant, HR, Finance | — | Bekleidete laut Webseite mehrere administrative Rollen gleichzeitig. |
| Chloé Hernandez | Customer Success Manager | — | Laut Webseite für Kundenzufriedenheit zuständig. Die On-Chain-Daten des UNYT Tokens zeigen 0 Transfers. |
| Aleksandar Saponjac | Unity Developer | — | Entwickler für virtuelle 3D-Welten – nicht für Blockchain oder Token-Programmierung. |
| Yusuf Metindoğan | Unity Developer | — | Zweiter Unity-Entwickler. Keine Blockchain-Kompetenz erkennbar. |
| Shiza Arslan | Fullstack Developer | — | Einzige Person mit potenzieller Web-/Blockchain-Nähe. |
Advisory Board
| Name | Rolle | Behaupteter Hintergrund |
|---|---|---|
| Victor Llorens | Advisory Board | Keine öffentlich verifizierbaren Angaben |
| Andreas Kunz | Advisory Board | Managing Director, Connecting Media GmbH |
| Zafar Karim | Advisory Board | Behauptet: Rothschild, Salomon Brothers, Oxford, Cambridge |
| Saqib Rizvi | Advisory Board – VP of Sales | Behauptet: „Unicorn" Nasdaq IPO, 20+ Jahre Tech-Erfahrung |
Das Kick-Off-Meeting am 14.–15. April 2025 in London
Am 14. und 15. April 2025 fand im Canbury Works, Kingston Upon Thames (dem eingetragenen Sitz von UNYTED LIMITED) ein Kick-Off-Workshop statt. Dieses Treffen ist aus mehreren Gründen von zentraler Bedeutung für die Ermittlungen:
📹 David Rehnström filmte das Treffen
Rehnström lief während des gesamten Kick-Off-Workshops mit einer Kamera umher und fertigte Videoaufnahmen an. Dieses Material wäre für die Ermittlungsbehörden von erheblichem Interesse, da es dokumentiert, welche Personen anwesend waren und welche Darstellungen gemacht wurden. Die Ermittlungsbehörden werden aufgefordert, die Sicherstellung dieses Videomaterials zu prüfen.
Bei diesem Treffen traten mehrere Mitarbeiter der UNYTED/Fintery-Struktur auf und erweckten den Anschein, sie seien das Team, welches:
- den Token erstellen und die Tokenisierung technisch durchführen würde
- das Marketing und den Vertrieb übernehmen würde
- Videoproduktionen erstellen und vermarkten würde
- die Investor Relations und Finanzplanung steuern würde
- das Projektmanagement leiten würde
Die Agenda des Workshops umfasste zwei volle Tage (10:00–17:00 Uhr) plus ein „Barbecue" am Abend des 14. April. Folgende Personen waren nachweislich beteiligt:
| Person | Rolle beim Kick-Off | Tatsächliche Lieferung danach |
|---|---|---|
| Florian Krüger | Facilitator / CEO | Keine. Am 25.04. verstummte der Slack-Kanal. |
| David Rehnström | Marketing / Kameramann | Keine Leistung. Danach nur noch Manipulation und Schuldzuweisung. |
| Tijana Trifunovic | Projektmanagement / Notizen | Keine nachweisbare Projektsteuerung nach dem Treffen. |
| Saskia Kurzbuch | Admin / Content | Kein Content, kein Sales-Material erstellt. |
| Dr. Maxine Room CBE | Investor Relations (angekündigt) | Keine Investor-Vermittlung, kein erkennbarer Beitrag. |
| Alyona (Dovhosheia) | Financial Support | Keine Finanzplanung geliefert. |
| Zeuge: Mike Keul | Anwesend als Zeuge | Kann das Treffen und die Darstellungen bezeugen. |
Bewertung (Meinungsäußerung): Nach Auffassung der geschädigten Partei erweckte der Kick-Off-Workshop vom 14.–15. April 2025 den Anschein eines professionellen Projektauftakts. Dokumentiert ist jedoch, dass nach diesem Treffen keine einzige Leistung erbracht wurde. Der Slack-Kanal verstummte am 25. April 2025 – nur 10 Tage nach dem Workshop. Ob die anwesenden UNYTED-Mitarbeiter Kenntnis von den hier dokumentierten Umständen hatten, ist nicht geklärt. Es gilt die Unschuldsvermutung für alle genannten Personen.
Wechselnde Jobtitel – Ein Muster der Täuschung
Besonders auffällig ist, dass dieselben Personen in verschiedenen Kontexten mit unterschiedlichen Titeln auftraten – offenbar je nach Bedarf der jeweiligen Inszenierung:
- Tijana Trifunovic: „Production Manager" (UNYTED) → „Head of Project Management" (Fintery) – zwei fundamental verschiedene Rollen
- Saskia Kurzbuch: „Marketing & Sales Content Creator" (UNYTED) → „Head of Sales" (Fintery) – von Content-Erstellung zu Vertriebsleitung
- Florian Krüger: „CEO & Founder" (UNYTED) → „CEO" (Fintery) → „CEO" (DEXPO Space) → Director von 6 UK-Unternehmen gleichzeitig
Dieses Muster wechselnder Titel deutet nach Ansicht der geschädigten Partei darauf hin, dass die Personen flexibel für verschiedene Inszenierungen eingesetzt wurden – möglicherweise, um gegenüber unterschiedlichen Geschäftspartnern den Eindruck eines jeweils spezialisierten Teams zu erwecken.
Falsche Compliance-Behauptungen auf der UNYTED-Webseite
Im Footer der UNYTED-Webseite wurden folgende Compliance-Badges prominent platziert:
- MiCA-Badge (Markets in Crypto-Assets Regulation) – Tatsächlich existiert keine nachweisbare MiCAR-Zulassung bei irgendeiner EU-Behörde
- GDPR-Badge – Datenschutzkonformität nicht verifizierbar, Impressum und Datenschutzerklärung entsprechen nicht den Anforderungen
- DORA-Badge (Digital Operational Resilience Act) – Gilt für regulierte Finanzunternehmen; UNYTED ist kein reguliertes Finanzunternehmen
- MIT License-Badge – Suggeriert Open-Source-Transparenz, kein öffentlich zugänglicher Code vorhanden
- Corporate LiveWire Innovation & Excellence Awards 2024 Winner – Verifizierbarkeit unklar
Das Anbringen dieser Badges ohne nachweisbare Grundlage stellt nach Auffassung der geschädigten Partei eine weitere Form der Täuschung dar, die das Vertrauen potenzieller Investoren und Geschäftspartner missbraucht.
Guido Abraham und die Equitycom-Provisionsstruktur
Ein weiteres auffallendes Detail aus der Dokumentenanalyse: Guido Abraham, Geschäftsführer von Equitycom, erhielt laut vorliegenden Informationen eine Provision von 50 % auf den Vertrieb des UNYT Tokens. Eine solche Provisionsstruktur ist bei seriösen Finanzprodukten unüblich und erinnert an Multi-Level-Marketing-Strukturen (MLM).
Darüber hinaus wurde festgestellt, dass der UNYT Token technisch nicht über die Blockchain, sondern per SEPA-Überweisung und Zertifikat abgewickelt wurde – ohne echte Wallet-Integration. Dies steht in direktem Widerspruch zu den auf der Webseite beworbenen Blockchain-Fähigkeiten.
Ungeklärte Sachverhalte bezüglich der UNYTED-Mitarbeiter
Die folgenden Punkte sind bisher nicht geklärt und wären für eine vollständige Aufklärung des Sachverhalts relevant. Die genannten Personen werden ausdrücklich nicht beschuldigt – es ist denkbar, dass sie selbst über die tatsächliche Natur des Unternehmens getäuscht wurden:
- Es ist unklar, ob die auf der Webseite gelisteten Teammitglieder Kenntnis davon hatten, dass der UNYT Token auf der Blockchain 0 Transfers und nur 1 Holder aufweist.
- Es ist nicht dokumentiert, ob die Teammitglieder über die fehlende FCA-Registrierung informiert waren, obwohl eine „EU Crypto Licence" auf der Webseite behauptet wurde.
- Es ist nicht bekannt, ob alle gelisteten Personen tatsächlich die angegebenen Rollen ausübten oder ob möglicherweise Fotos und Namen ohne volles Wissen über die Geschäftspraktiken verwendet wurden.
- Die tatsächliche Rolle der beim Kick-Off-Workshop am 14.–15. April 2025 anwesenden Personen und der Umfang ihrer Kenntnis über die Geschäftspraktiken von UNYTED sind nicht geklärt.
- Es besteht die Möglichkeit, dass Teammitglieder selbst von Florian Krüger über die tatsächliche Natur des Unternehmens getäuscht wurden.
Hinweis: Sollte eine der genannten Personen feststellen, dass ihr Name oder Bild ohne ihr Wissen für die Darstellung eines nicht existierenden Teams verwendet wurde, kann dies ein eigenständiger Straftatbestand sein. Die geschädigte Partei ermutigt in diesem Fall ausdrücklich dazu, ebenfalls Anzeige zu erstatten und sich als Zeuge bei den Ermittlungsbehörden zu melden. Kontaktinformationen finden sich am Ende dieser Seite.
Rechtlicher Hinweis: Die Darstellung der UNYTED-Teammitglieder basiert auf der öffentlich zugänglichen Webseite unyted.world/en/team/ (archiviert am 14.07.2025) sowie den Dokumenten des Kick-Off-Workshops. Es gilt die Unschuldsvermutung für alle genannten Personen. Die Bewertungen stellen die Meinungsäußerung der geschädigten Partei dar. Die endgültige Aufklärung der Rollen und Verantwortlichkeiten obliegt den zuständigen Ermittlungsbehörden.
XIV. Warnsignale erkennen – Sind Sie auch betroffen?
Wenn Sie mit den genannten Personen oder Unternehmen in Kontakt standen oder stehen, achten Sie auf folgende Warnsignale, die im dokumentierten Fall auftraten:
⚠ Wechselnde Unternehmensidentitäten
Das Projekt wurde unter dem Namen DEXPO.Space verhandelt, die Rechnung kam von Fintery Ltd, das Geld landete bei UNYTED Ltd. Die ständig wechselnden Firmennamen erschweren die Nachverfolgung.
⚠ Behauptete Teams, die nie in Erscheinung treten
Es wird von großen Teams gesprochen (30–35 Personen), aber nach Zahlung ist niemand erreichbar. Arbeitskanäle bleiben leer, versprochene Ansprechpartner existieren nicht oder wissen von nichts.
⚠ Gestaffelte Zahlungen zur Umgehung von Kontrollen
Wenn Ihr Geschäftspartner vorschlägt, Zahlungen in „Häppchen" aufzuteilen, um „keine Warnungen zu triggern", ist äußerste Vorsicht geboten.
⚠ Unrealistische Renditeversprechen
Versprechen von 100 Millionen Euro, 4 Milliarden Fondswert oder „Kaviar mit Bill Gates" haben keinen Platz in seriöser Geschäftskommunikation.
⚠ Aggressive Reaktion bei Konfrontation
Statt Lösungsvorschläge folgen Antworten wie „mach was du willst", „du benimmst dich verrückt" oder „then do your thing".
⚠ Verwendung fremder Namen ohne deren Wissen
Seriöse Unternehmen präsentieren ihre Partner nicht ohne deren Zustimmung. Wenn Referenzen und Teammitglieder nicht ansprechbar sind, stimmt etwas nicht.
⚠️ Verschachtelte Geldflüsse
Wenn Investorengelder über Drittgesellschaften (z.B. Equitycom) mit 50% Provision kanalisiert werden und die eingesammelten Mittel aufgebraucht sind, bevor eine Leistung erbracht wurde.
⚠️ Beweisvereitelung nach Konfrontation
Wenn YouTube-Kanäle, Webseiten oder Kommunikationskanäle unmittelbar nach Erhebung von Betrugsvorwürfen gelöscht werden – ein starkes Indiz für Schuldbewusstsein.
⚠️ Null Fachfragen bei Projektübernahme
Ein angebliches Expertenteam, das ein komplexes Tokenisierungsprojekt übernimmt, aber keine einzige regulatorische, technische oder wirtschaftliche Frage stellt.
NEU: UNYT Token – On-Chain-Analyse enthüllt Totalverlust für alle Anleger
UNYT Token: 1 Milliarde Token, 1 Holder, 0 Transfers
Der Smart Contract des UNYT Tokens auf der Binance Smart Chain (0xcd04D9d4069252a3ECfC8AD941691D09eBB0173f) enthält 1 Milliarde Token – nicht 210 Millionen wie kommuniziert. Es gibt nur einen einzigen Holder und es hat nie einen Transfer auf der Blockchain gegeben. Der Token-Preis ist $0,00.
Das bedeutet: Kein einziger Anleger hat jemals tatsächlich einen Token auf der Blockchain erhalten. Alle „Token-Verkäufe" waren SEPA-Überweisungen gegen wertlose Zertifikate.
210 Mio. Token × €1,25 Ausgabepreis. ScamAdviser Trust Score: 0/100. Keine FCA-Registrierung. Keine MiCAR-Zulassung. Beschwerden bei BaFin, FCA, FMA Liechtenstein und ESMA eingereicht.
Vollständige UNYT Token-Analyse lesen →Auf Basis dieser Recherche wurden formale Beschwerden bei fünf Aufsichtsbehörden eingereicht:
- BaFin – Verdacht auf unerlaubte Finanzdienstleistungen, Verstoß gegen VermAnlG und MiCAR
- FCA (UK) – Report of Unauthorised Firm, MLR 2017, FSMA, Fraud Act 2006
- FMA Liechtenstein – Prüfung der Floin-Listung (VASP Reg. 329177) und TVTG-Konformität
- ESMA (EU) – Grenzüberschreitende MiCAR-Verstöße, Art. 59, Art. 6, Art. 7
- Ergänzende Strafanzeige – §263 StGB (Betrug), §54 KWG, §17 VermAnlG, §261 StGB
Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht?Have you had similar experiences?
Wenn Sie mit David Rehnström, Florian Krüger, Fintery Ltd, UNYTED Ltd, DEXPO.Space oder BUEHNENREIF Marketing geschäftlich zu tun hatten und eines der folgenden Szenarien erkennen, könnte Ihre Aussage entscheidend sein:
- Ihnen wurden Dienstleistungen versprochen, die nie erbracht wurden
- Sie haben Zahlungen geleistet und warten bis heute auf Gegenleistung
- Ihnen wurde ein großes Team oder namhafte Partner präsentiert, die nie auftauchten
- Man hat Sie aufgefordert, Zahlungen zu staffeln, um Bankkontrollen zu umgehen
- Man hat Ihnen unrealistische Renditen in Aussicht gestellt
- Bei Nachfragen wurden Sie abgewimmelt, vertröstet oder beleidigt
- Sie haben in den UNYT Token investiert und können Ihre Investition nicht zurückerhalten oder den Token nicht handeln
Jede zusätzliche Aussage stärkt die laufenden Ermittlungen.
Ihre Angaben werden streng vertraulich behandelt und können zur Aufklärung beitragen – für Sie und für andere.
Ihre Nachricht geht direkt an M.H., Director. Keine Daten werden ohne Ihre Zustimmung weitergegeben.
XV. Warum diese VeröffentlichungXV. Why This Publication
Diese Dokumentation erfolgt im öffentlichen Interesse und dient dem Schutz potenzieller weiterer Geschädigter. Die Veröffentlichung stützt sich auf das Grundrecht der Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 GG) und das berechtigte Interesse der Öffentlichkeit an der Aufklärung mutmaßlich betrügerischer Geschäftspraktiken im Bereich Krypto-Tokenisierung.
Es ist die Überzeugung des Verfassers, dass die dokumentierten Vorgänge kein Einzelfall sind. Die Beschuldigten verfügen über ein Netzwerk von Firmen (Fintery, UNYTED, DEXPO.Space, BUEHNENREIF Marketing) und nutzen nach seiner Auffassung die Komplexität von Tokenisierungsdienstleistungen und die Unkenntnis ihrer Kunden aus, um Zahlungen zu erlangen, denen keine reale Gegenleistung gegenübersteht. Die investigative Analyse des UNYT Tokens hat zudem gezeigt, dass Krügers UNYTED LIMITED parallel ein Token-Projekt betrieb, das keinerlei regulatorische Grundlage besitzt und bei dem alle Anleger ihr Geld verloren haben – was nach Auffassung des Verfassers als mögliches Motiv für den hier dokumentierten Betrug in Betracht kommt. Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat – ob mit Tokenisierungsdienstleistungen oder mit dem UNYT Token –, wird gebeten, sich zu melden.
Den Beschuldigten steht es frei, sich gegen die hier erhobenen Vorwürfe zu verteidigen – sei es durch eine Gegendarstellung auf dieser Seite, eine außergerichtliche Einigung oder den Gang vor Gericht. Die umfangreiche Beweislage, die den zuständigen Behörden in Deutschland und England vorliegt, spricht nach Überzeugung des Geschädigten eine deutliche Sprache.
XVI. KontaktXVI. Contact
Geschädigte Partei
████████ LTD
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[Standort geschützt]
Director: M.H.
Kontakt: Kontaktformular öffnen
Rechtsanwalt (Deutschland): RA Klaus G. Kerkhoff, Fabritiusstraße 8, 47829 Krefeld
Solicitor (England): Clintons, London (Gareth Jones)
Wenn Sie ähnliche Erfahrungen mit den genannten Personen oder Unternehmen gemacht haben, nutzen Sie bitte das Kontaktformular. Ihre Angaben werden vertraulich behandelt und können zur Unterstützung der laufenden Ermittlungen beitragen.
IX. Interaktive BeweisdatenbankIX. Interactive Evidence Database
Jede Behauptung. Jeder Beweis. Jede Quelle. Vollständig dokumentiert und nachprüfbar.Every claim. Every proof. Every source. Fully documented and verifiable.
Beweisketten-MatrixEvidence Chain Matrix
Wie die Beweismittel zusammenhängen und einander verstärkenHow the evidence items are interconnected and reinforce each other
- BW-001 Kontaktaufnahme via DEXPO
- BW-002 Krüger = CEO Behauptung
- BW-004 Erneute CEO-Bestätigung
- BW-008 YouTube: Krüger als CEO
- BW-009 Impressum bestätigt
- BW-017 Baykal widerlegt
- BW-005 Proposal mit DEXPO-Logo
- BW-006 Identisches Proposal, Fintery-Logo
- BW-007 Rechnung über €250.000
- BW-013 Let's Go E-Mail mit Team
- BW-014 Kickoff London
- BW-015 Ehrbar wusste nichts
- BW-016 Leerer Slack-Kanal
- BW-010 Staffelung empfohlen
- BW-011 Unrealistische Versprechen
- BW-012 Trust-Strategie offenbart
- BW-018 Leugnung der Täuschung
- BW-019 Gaslighting
- BW-020 Verweigerung
- BW-021 Fintery Ltd Register
- BW-022 UNYTED Ltd Register
- BW-007 Zahlung an Fintery
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